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Allgemeine
Bauernweisheiten
Mit Speck fängt
man Mäuse.
Wenn das Pferd
tot ist, nützt kein Heu mehr.
Ein
rechtschaffener Ochse geht mitten durch den Dreck.
Man muß nicht
vom Ochsen verlangen, dass er in der Bibel lesen soll.
Ochsen gehören
auf den Acker und nichts aufs Rathaus.
Des Pferdes
Gemüt zeugt von des Knechts Geblüt.
Wer ein Pferd
braucht und hält deren zwei, dem schlagen sie über Nacht die Haustür
entzwei.
Der Bauer muß
seinen Pflug selber führen, wenn es gedeihen soll.
Das Schaf blökt
immer auf die gleiche Weise.
Wer seinen Hund
liebt, muß auch seine Flöhe lieben.
Wenn die Krähe
schreit, ist der Regen nicht weit.
Wenn die
Spinnen wirken, wird ander Wetter.
Es ist leicht,
geduldig zu sein, wenn man ein Schaf ist.
Wo Frösche
sind, da sind auch Störche.
Maulwurfshaufen
muß man auf keinem Kiesboden suchen.
Eine Krähe
hackt der anderen kein Auge aus.
Wo es Brauch
ist, legt man die Kuh ins Bett.
Die Gänse gehen
nicht zum Braten.
Hunde, die
bellen, beißen nicht.
Wer sich zum
Lamm macht, den fressen die Wölfe.
Kluge Hühner
legen auch in die Nesseln.
Am Neste kann
man sehen, was für ein Vogel darin wohnt.
Dreitägiger
Fisch taugt auf keinem Tisch, und dreitägiger Gast wird leicht zur Last.
Es ist dafür
gesorgt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen.
Guter Wein
preist sich selbst.
Was nicht
blüht, das körnert nicht.
An jungen
Bäumen, wenn sie gerade wachsen sollen, muß man bisweilen etwas abhauen.
Dem Unkraut
schadet der Frost nicht.
Je fester man
eine Nessel anfasst, desto weniger brennt sie.
Der Apfel fällt
nicht weit vom Stamm.
Ist die Birne
reif, fällt sie von selber vom Ast.
Wie gesät, so
geschnitten.
Hoher Baum
fängt viel Wind.
Unter Dornen
wachsen Rosen.
Reifes Obst
soll man pflücken bei wachsendem Mond.
Wenn die Reben
weinen, so steckt noch Kälte dahinter.
Frühe auf und
langsam nieder bringt verloren Gut schon wieder.
Was einer früh
um viere tut, das kommt ihm nachts um neun zu gut.
Wo der Pflug
vom Rost gefressen, wird sehr wenig Korn gegessen.
Auch ein
kleiner Besen kehrt die Tenne rein.
Was leicht
erworben, scheint nicht teuer; was sauer ward, ist doppelt euer.
Dienstjahre
sind keine Herrenjahre.
Morgenstund
hat Gold im Mund.
Ein guter Tag
fängt morgens an.
Man muß tun,
was man kann, nicht was man mag.
Am Abend werden
die Faulen fleißig.
Wer früh
aufsteht, der viel verzehrt, wer lange schläft, den Gott ernährt.
Wenn die Magd
wird Frau im Haus, so jagt sie den Herrn zum Fenster hinaus.
Wer mit der
Magd tändelt, macht sie zur Herrin seiner Frau.
Wer nie Knecht
gewesen, kann auch kein guter Herr sein.
Wer sich vom
seinem Knecht lässt duzen, kann sich selber die Stiefel putzen.
Wer säet und
die Saat nicht pflegt, hat umsonst die Hand bewegt.
Freien und
backen gerät nicht immer.
Es steht dem
Hause übel an, wenn kräht die Henne und piept der Hahn.
Landleute
heiraten nach Land, Edelleute nach Stand, Hofleute nach Welt, Kaufleute nach
Geld.
Guter Name ist
ein schönes Heiratsgut.
Besser allein
als in böser Gemein.
Brave Hausfrau
bleibt daheim.
Bevor die
Mädchen flügge, sind sie voller Tücke.
Putzen,
Naschen, Weibergesang, sind des Hauses Untergang.
Rosen und
Jungfern sind bald verblättert.
Ordnung hilft
haushalten.
Wie der Baum,
so die Birne, wie die Mutter, so die Dirne.
Wem die Frauen
gut sterben und die Bienen gut schwärmen, der wird bald reich.
Eigner Herd ist
Goldes wert.
Besser eignes
Brot als fremden Braten.
Wer kleinen
Gewinn verachten tut, der bekommt nimmer Grosses gut.
Wenn der Arme
Dorfrichter wird, so ist es für den Reichen Zeit, die Gemeinde zu verlassen.
Fette Küche,
magere Erbschaft.
Bei Geld und
Gut wächst Liebesglut.
Lieben und
Singen lässt sich nicht zwingen.
Du fragst dich,
wird ich glücklich sein ? Du bist es, bild es dir nur ein.
Jugendsünden
werden Altersschwächen.
Schöne Tage
soll man am Abend loben, schöne Frauen frühmorgens.
Besser ein
gesunder Bauer als ein kranker Kaiser.
Du musst dem
Brunnen graben, bevor du Durst hast.
Der Krug geht
so lange zu Wasser, bis er bricht.
Durch Karten
und Kanne wird mancher zum armen Manne.
Guter Mut ist
halbes Leben.
Erst besinn's,
dann beginn's.
Wer im Galopp
lebt, fährt im Trab zum Teufel.
Haar und
Unglück wächst über Nacht.
Jeder lügt in
seinen eigenen Beutel.
Unkraut vergeht
nicht.
Aus anderer
Schüssel schmeckt es immer besser.
Der Wein ist
die Milch der Alten.
Regen lässt das
Gras wachsen, Wein das Gespräch.
Üble Botschaft
kommt immer zu früh.
Grobe Säcke muß
man nicht mit Seide nähen.
Was der Bauer
nicht kennt, das nennt er Kartoffelkraut.
Besser schlecht
fahren, als stolz laufen.
Hüte dich, dass
du den Leuten nicht in den Mund kommst, denn du kommst selten daraus.
Neue Besen
kehren gut.
Dummheit und
Stolz wachsen auf einem Holz.
Dankbarkeit und
Weizen gedeihen nur auf gutem Boden.
Beinahe bringt
keine Mücken um.
Das Ei will
klüger als die Henne sein.
Eine gute
Ausrede ist drei Batzen wert.
Leere Töpfe
klingen hell.
Wer zuerst
kommt, mahlt zuerst.
Der Wind, der
sich mit der Sonne erhebt und legt, bringt selten Regen.
Es schlägt
nicht immer ein, wenn es blitzt.
Fällt das Laub
zeitig im Garten, so ist ein schöner Herbst und Winter zu erwarten.
Mit Ostwind
schönes Wetter beginnt.
Der Nordwind
vertreibt den Regen.
Ein Tag Regen
tränkt sieben dürre Wochen.
Wenn die Bäume
zweimal blühen, wird der Winter sich bis Mai hinziehen.
Dunkler Montag,
helle Woche.
Auf trüben
Morgen folgt heiterer Tag.
Je dunkler die
Nacht, desto schöner der Tag.
Je mehr
Donnerwetter, je fruchtbarer das Jahr.
Man bindet die
Kuh fest, ehe man zu melken beginnt.
Wenn das Pferd
tot ist, nützt kein Heu mehr.
Wer sich selber
zum Esel macht, dem will jeder Säcke aufladen.
Wenn die Sau
satt ist, stößt sie den Trog um. |