Wicke - Stauden-Wicke und Platterbse für Pergolen und Naturgärten

Die Stauden-Wicke (Lathyrus latifolius) - auch Breitblättrige Platterbse oder einfach Platterbse genannt - ist eine der zauberhaftesten Kletterstauden überhaupt. Mit ihren leuchtenden, schmetterlingsartigen Blüten in Pink, Rosa, Weiß oder zweifarbigen Tönen verwandelt sie Pergolen, Zäune, Spaliere und Rosenbögen in romantische Blumen-Wände. Anders als die einjährige Duftwicke kommt die Stauden-Wicke jedes Jahr aus dem Wurzelstock zurück - eine pflegeleichte, langlebige Investition für jeden Garten.

Die Gattung Lathyrus umfasst über 150 Arten, von denen einige für den Garten besonders wertvoll sind: Die Breitblättrige Platterbse (Lathyrus latifolius) als klassische Kletterstaude bis 200 cm, der Frühlings-Erbsenstrauch (Lathyrus vernus) als kompakte Staude für Gehölzränder, und die heimische Wiesen-Platterbse (Lathyrus pratensis) als wertvolle Wildstaude für Naturgärten. Alle Arten haben eines gemeinsam: Sie sind ausgesprochen pflegeleicht, langlebig und ökologisch wertvoll.

Was die Stauden-Wicke besonders macht: Sie klettert mit Blattranken selbständig an Stützen empor, blüht ausdauernd von Juni bis September und kommt dabei mit erstaunlich wenig Wasser aus. In Zeiten zunehmender Sommertrockenheit ist sie eine der klügsten Kletterpflanzen-Wahlen für klimastabile Gärten. Als Schmetterlingsblütler reichert sie zudem über ihre Wurzelknöllchen Stickstoff im Boden an - eine echte Bodenverbesserin.

Wicken als Insekten-Magneten

Wicken zählen zu den wertvollsten Bienen- und Hummelpflanzen. Die typischen Schmetterlingsblüten produzieren reichlich Nektar und werden besonders von Hummeln und langrüsseligen Wildbienen besucht. Die Platterbsen-Mörtelbiene ist eine spezialisierte Wildbiene, die fast ausschließlich an Wicken sammelt. Auch der Hauhechel-Bläuling und andere Bläulings-Schmetterlinge nutzen Wicken als Nektarquelle und teilweise sogar als Raupennahrung.

Verwendung im Garten

Stauden-Wicken sind ideale Kletterstauden für Pergolen, Rosenbögen, Spaliere, Zäune und Hauswände. Sie eignen sich auch hervorragend, um Gehölzränder mit Farbe zu beleben oder unschöne Stellen zu kaschieren. Als Schnittblume halten die Blütenstände in der Vase mehrere Tage. Achtung: Die Samen aller Wicken sind schwach giftig und sollten nicht verzehrt werden - dies betrifft Mensch und Haustier gleichermaßen.

Häufige Fragen zur Stauden-Wicke (Lathyrus)

Ist die Stauden-Wicke winterhart?

Ja, die Stauden-Wicke (Lathyrus latifolius) ist voll winterhart bis etwa -25 °C. Ein Winterschutz ist nicht nötig. Die Pflanze zieht im Herbst oberirdisch komplett ein und treibt im Frühjahr aus dem unterirdischen Wurzelstock zuverlässig neu aus. Im Gegensatz zur einjährigen Duftwicke (Lathyrus odoratus) ist sie eine echte mehrjährige Staude.

Wann blüht die Wicke?

Die Stauden-Wicke blüht ausdauernd von Juni bis September - also den gesamten Sommer hindurch. Bei rechtzeitigem Ausputzen verblühter Blütenstände ist eine Blüte bis in den Oktober möglich. Der Frühlings-Erbsenstrauch (Lathyrus vernus) blüht dagegen schon ab April bis Mai. Durch Sortenkombination ist eine Blütenfolge von Frühling bis Herbst möglich.

Welcher Standort eignet sich für Wicken?

Stauden-Wicken bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte mit nährstoffreichem, durchlässigem Boden. Sie sind erstaunlich anspruchslos und gedeihen auch auf mäßig trockenen Böden - die Pfahlwurzeln reichen tief und holen sich Wasser aus tieferen Schichten. Wichtig ist eine stabile Rankhilfe, da die Pflanze schwer wird. Vor Hauswänden, an Pergolen, Zäunen oder Spalieren entfaltet sie ihre volle Pracht.

Wie hoch wird die Stauden-Wicke?

Die Stauden-Wicke (Lathyrus latifolius) erreicht je nach Standort und Rankhilfe Höhen von 150 bis 250 cm. Pro Jahr werden die Triebe komplett neu gebildet und können mehrere Meter pro Saison wachsen. Der Frühlings-Erbsenstrauch (Lathyrus vernus) bleibt dagegen mit 30-40 cm deutlich kompakter und ist eher eine Beetstaude als eine Kletterpflanze.

Sind Wicken bienenfreundlich?

Ja, Wicken zählen zu den wertvollsten Insektenpflanzen. Die Schmetterlingsblüten werden intensiv von Hummeln und langrüsseligen Wildbienen besucht. Eine spezialisierte Art ist die Platterbsen-Mörtelbiene, die fast ausschließlich an Wicken sammelt. Auch verschiedene Bläulings-Schmetterlinge nutzen Wicken als Nektarquelle und Raupennahrung. Als Schmetterlingsblütler reichern Wicken zudem Stickstoff im Boden an.

Wie unterscheiden sich Stauden-Wicke und Duftwicke?

Beide gehören zur Gattung Lathyrus, sind aber unterschiedliche Arten. Die Stauden-Wicke (Lathyrus latifolius) ist mehrjährig und kommt jedes Jahr aus dem Wurzelstock zurück - dafür duftet sie nicht oder nur sehr schwach. Die Duftwicke (Lathyrus odoratus) ist einjährig, muss jedes Jahr neu ausgesät werden, hat aber den klassischen süßen Wickenduft. Wer dauerhafte Blüte will, wählt die Stauden-Wicke; wer Duft will, die Duftwicke.

Wie wird die Stauden-Wicke gepflegt?

Stauden-Wicken sind ausgesprochen pflegeleicht. Im Frühjahr werden die abgestorbenen Triebe bodennah zurückgeschnitten - die Pflanze treibt dann komplett neu aus. Eine stabile Rankhilfe sollte vor dem Austrieb stehen. Verblühte Blütenstände können ausgeputzt werden, um die Blüte zu verlängern und Selbstaussaat zu vermeiden. Ein Mulch aus Laub oder Kompost im Frühjahr fördert das Wachstum.

Sind Wicken giftig?

Die Samen aller Wicken (Lathyrus) enthalten Aminosäuren, die in größeren Mengen schädlich sein können. Sie sind nicht zum Verzehr geeignet und sollten von Kindern und Haustieren ferngehalten werden. Die Blüten und das Laub gelten als ungiftig. Bei Verschlucken größerer Mengen Samen sollte ein Arzt oder Tierarzt aufgesucht werden. Im Garten ist die Pflanze unbedenklich, solange die Samenstände für Kleinkinder unzugänglich sind.

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